Vortrag vom 17.11.2025
Andreas Mucke berichtet über das CIRCULAR VALLEY Projekt. Hierbei handelt es sich um eine (gemeinnützige) Stiftung, die relevante Stakeholder der Kreislaufwirtschaft an einen Tisch bringt. Die Stiftung verfolgt das Ziel, einen Hotspot der Circular Economy aufzubauen. Und zwar am Rande der Rhein-Ruhr Region, in Wuppertal.
Organisiert durch das Circular Valley reden Investoren mit Start-Ups, Universitäten mit Unternehmen, Politiker mit Wissenschaftern oder Innovatoren mit der Öffentlichkeit. Mucke erläutert, wie es um die Kreislaufwirtschaft bestellt ist. Man habe schon einiges erreicht, aber: da ist noch viel Luft nach oben. 100 Mrd. Tonnen Abfälle entstehen weltweit pro Jahr. Das meiste davon wird nicht recycelt, und genau das muss sich ändern, damit wir (die Menschheit) nicht den Earth Overshoot Day schon im Mai erreichen. Bedauerlicherweise nämlich haben wir keinen Ausweichplaneten, der uns mit weiteren Ressourcen aushelfen würde.
Auch wenn man KPIs mit einem Nachbarland wie den Niederlanden vergleicht, wird deutlich, dass noch viel zu tun ist: dort eine overall Recycling-Quote von 33 %, bei uns sind es 13 %. Mucke: Das sollten wir eigentlich besser können im Land der Erfinder und Ingenieure, oder auch — anders herum gesehen — im Land der Bürger, die sich darauf berufen, im weltweiten Maßstab besonders umweltbewusst zu sein.
Zu den sogenannten Gigathemen des Circular Valley gehören: Baustoffe, Investitionsgüter, Konsumgüter, Agrar- und Wasserwirtschaft, Kunststoffe, Ausgangsstoffe, Wertschöpfungskette und Recyclingstrategien. Nebenbei geht man auch in Schulen, um bereits bei Kindern und Jugendlichen deren Sensibilität für die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Nicht zuletzt können auch Privatpersonen dazu beitragen, Ressourcen zu schonen. Das beginnt bei der Auswahl von Produkten („Ist das aus recyceltem Material oder zumindest recycelbar?“) und geht weiter über Wiederverwendung, längere Nutzung, Reparatur wo immer möglich, hier und da auch ein wenig Konsumverzicht oder Einsatz von Mehrweggütern. Übrigens: die tatsächliche Recycling-Quote des Dualen Systems liegt bei mageren 40 %. Das wäre wohl noch steigerungsfähig, oder? Bei Aluminium sind wir nämlich schon bei über 90 Prozent. Also, geht doch. Mucke: "Man muss es nur wollen.“
Der vollständige Vortrag findet sich hier: Vortrag Circular Valley



