Vortrag vom 15.09.2025
Plastic Fischer reinigt nicht nur die verschmutztesten Flüsse der Welt, sondern arbeitet auch sozial und ökologisch in Indien und Indonesien. Das Unternehmen setzt seine Ideen lokal um und schafft Arbeitsplätze, um umweltschädliches Material nach dem Fischen zuverlässig zu verarbeiten.
Gründer und CEO Karsten Hirsch erklärte dies bei unserem letzten Montagabend-Treffen. Wie kam es dazu?
Nach einem erfolgreichen Jura-Studium suchte Karsten nach einer beruflichen Zukunft. Mit zwei Freunden reiste sie nach Asien, wo sie von der enormen Plastikverschmutzung der Flüsse schockiert waren. Sie waren sich einig, dass etwas getan werden musste, und aus dieser Idee entstand ein Start-Up: die Flüsse sauberer zu machen. Ziel ist es, 80 % des Plastikmülls in Flüssen zu reduzieren. Von Anfang an war klar, dass lokale Kräfte die technischen Reinigungslösungen umsetzen sollten. Deshalb konzentrierte sich das Team auf Lowtech-Lösungen, die mit lokalen Ressourcen umgesetzt werden können.
Plastic Fischer baut aus einfachen Materialien schwimmende Barrieren, sogenannte „Trash-Booms“, die in Flüssen platziert werden. Diese Barrieren fangen bis zu 50 cm tief treibendes Plastik ein, das dann halbmechanisch entfernt wird. Das gesammelte Plastik ist nicht wirtschaftlich verwertbar und muss kostenpflichtig entsorgt werden, was die Finanzierung des Projekts erschwert.
Trotzdem hat das junge Unternehmen in wenigen Jahren 2,5 Millionen Tonnen Plastik aus Flüssen gesammelt, bevor es in die Ozeane gelangt. Die Idee lautet: „Clean Rivers. Clean Oceans.“ Im Meer treibt nur 1 % des Plastiks an der Oberfläche; der Rest sinkt und wird zu Mikroplastik, das die Nahrungskette anreichert. Die Weltgemeinschaft sucht noch nach einer Lösung für dieses globale Problem. Der Umweltschutz steht vor großen Herausforderungen!
Plastic Fischer, ein kleines Unternehmen mit 100 Mitarbeitern, sucht dringend Unterstützung: Spenden, Projekte, Mitmacher, Förderer, Kontakte, Netzwerker, Aufmerksamkeit und Empfehlungen. Wer hilft mit?



