Zwei Weltstars haben den Gelduba-Lions einen herausragenden und beglückenden Konzertabend in der Essener Philharmonie beschert – mit einem ebenso herausragenden Nachgespräch und Einblicken in die Welt der Spitzenmusik
Die Sächsische Staatskapelle Dresden, ein Orchester von Weltruf, und der Violoncellist Gautier Capucon, der vielen als der beste Violoncellist der Welt gilt, konzertierten in der Essener Philharmonie und sorgten bei den Zuschauern für Jubelstürme. Capucon führte mit den Dresdenern Camille Saint-Saens‘ Konzert Nr. 1 a-Moll für Violoncello und Orchester auf – die Zuschauer feierten ihn mit minutenlangem Applaus und Jubelrufen. Mit dem Vorspiel zu Wagners „Meistersinger von Nürnberg“, dem Vorspiel zum 3. Akt des „Parsival“ und dem teils wuchtigen, teils unfassbar zarten „La Mer“ von Claude Debussy wurde ein Programm aufgeführt, das das Publikum mit Emotionalität und Facettenreichtum – von fast in Stille verklingenden Tönen bis zu regelrecht sturmbrausenden, wuchtigen Passagen - restlos begeisterte. Das Konzert wurde mit stehenden Ovationen bedacht, erst recht, als Capucon und das Orchester mit dem „Blumenduett“ aus der Oper Lakmé eine wiederum umjubelte Zugabe aufführten.
Den Lions stand aber noch ein zweiter Höhepunkt ins Haus: Im Nachgespräch berichteten Orchesterdirektorin Annekatrin Fojuth und zwei junge Musiker, Sebastian Fritsch als 1. Konzertmeister der Violoncelli und Markus Czieharzals als 1. Trompeter, über ihre Werdegänge und die Arbeit in der Sächsischen Staatskapelle. Als Gelduba-Präsident Karsten Hoyer spontan und halb im Scherz um eine kleine Darbietung bat, sagte Sebastian Fritsch sofort zu und spielte vor den verblüfften Lions die Courante aus der Suite für Violoncello Nr. 1 von Bach.
Was für ein Abend!


