18.5.2009: Schüler auf den Spuren der Raubritter

Als die „Dreisten von Gelduba“ machten sich Jugendliche am Samstag mit dem Lions-Club auf die Suche nach dem gestohlenen Burgschädel.


Krefeld. Die Story ist verwirrend, und gerade das macht den Reiz aus: Einer aus dem Lions-Club Gelduba hat die Legende vom Vermächtnis erfunden, eine geheimnisumwobene Geschichte rund um das römische Kastell Gelduba und die Burg Linn. Ulrich Tillmanns hat sie sich ausgedacht.

Dann haben die "Löwen" das Material besorgt und die Excel-Tabellen für die Organisation gefüllt. Rund 60 Hauptschüler der Theodor-Heuss-Schule in Stahldorf und der Linner Burg-Schule haben sich auf die Suche nach den Schätzen gemacht.

Die roten Kappen, die die teilnehmenden Kinder tragen, verändern das Stadtbild. Überall sind sie am Werk, am Museum, an der Dionysiuskirche, am Anne-Frank-Platz, viele haben sogar - zu dieser Zeit noch gar nicht wietverbreitet - GPS-Satellitenpeilung. Die Akteure haben sich diesem Aktions-Tag der Lions mächtig angestrengt und sogar den Oberbürgermeister ins Spiel eingebaut: Gregor Kathstede schickt die Abenteurer am Rathaus los und beglückwünscht später an der Friedenskirche die Sieger.

Empfang im Rathaus. Hier werden die Schüler in zehn kleine Gruppen aufgeteilt und erhalten fantastische Namen wie Bloody Bites, Soul Seeker, Shock Crew oder Treasure Hunters. Jede Gruppe kann sich aus einem Rucksack mit fantasiervoll bedruckten T-Shirts, roten Kappen und altertümlichen Stadtplänen sowie Anweisungen bedienen.

Eine erwachsene Rotkappe begleitet die Zehn- bis Zwölfjährigen zu den zehn Fundstellen, wo man sich jedes Mal auch Glaskugeln erarbeiten kann - unterschiedlich viele, je nach Leistung.

Schon der Plan ist nicht leicht zu lesen. Wo ist die Quartelnstraße? Die Mediothek ist am Theaterplatz gar nicht eingezeichnet. Und dann die Aufgaben! Wie war das mit der Vorbereitung in der Schule? Und dieser aus einem Labor gestohlene Schädel! War das mal ein Mann? Mit so hohlen Augen! Alle haben ihn gefunden. In einer alten Holzkiste. Darin kommt er auch später wieder an seinen Platz für die Wissenschaft zurück.

Mit der Teilnahme sind die Schüler zu Mitgliedern der "Dreisten von Gelduba" geworden, die sich früher wie Raubritter durch den Krefelder Osten bewegten. Und bei der spannenden Rallye beachteten die Schüler auch den Ehrenkodex von Gelduba. Einer der Leitsätze: "Wir sind höflich zu denen, die nicht wissen, wer wir sind."

Wie zu erwarten geht es knapp aus. Am Zielpunkt werden die gesammelten Glaskugeln gewogen. Jubel bei den Siegern, Trost für die anderen. Jeder Teilnehmer kann eine Urkunde mit nach Hause nehmen. Die Dreisten von der Bone Collection mit Nico Kratz, Cam Dor, Romina Prison und Aykul Auli und der Soulseeker mit Berivan Derk, Nisrin Khala, Kübra Özsoy und Michelle Küppers haben für ihre Klassen eine wertvolle Canon-Kamera gewonnen.

Teamleiterinnen Renate und Marietta | Lions Archiv
Beratschlagung | Lions Archiv
Gespannt | Lions Archiv
Entspannt | Lions Archiv
OB zum Anfassen | Lions Archiv
Und wohin jetzt? | Lions Archiv
Wer hat gewonnen? | Lions Archiv
Fragen und Antworten | Lions Archiv

Ein außergewöhnlicher Tag für alle Beteiligten

Diese aufwendige Activity des Clubs wurde zweimal wiederholt. Es gab viele Unterstützer, intern wie extern, und der Abenteuertag erfreute sich bei den Kindern allergrößter Beliebtheit. Die Aktion fand sogar in der lokalen Presse ihren Niederschlag. Auch die Lehrer an den teilnehmenden Schulen haben gut mitgemacht, den Tag teilweise vorbereitet und im Nachgang mit den Kindern herzergreifende Dankes-Briefe und Bilder gefertigt. Sie gehen in die Geschichte usneres Clubs ein.

 

Große Freude | Lions Archiv